Eine schmale Einfassung markiert das direkte Umfeld der Kirche und bildet eine neue „Domplatte“ aus. Im Bereich der verbliebenen Bestandsbäume schält sich diese Platte mit bis zu drei Stufen aus dem Platz und nimmt den vorhandenen, aus dem früheren Kirchhof begründeten Höhenversprung auf. Mit Sitzbänken unter den Bestandsbäumen wird dieser Ort zum ruhigen, auch spirituellen Aufenthaltsbereich, während der Platzrand eher zu einem lebhaften Ort werden soll. Vor dem neuen Gebäude entsteht ein fast dreieckiger Raum, der weitgehend offen gestaltet ist. Nur ein kreisrundes, in den Boden eingelassenes Wasserspiel schafft einen Mittelpunkt. Die angrenzenden Strassen werden als Strassenräume aufgefasst und entsprechend mit zwei seitlichen Bändern gegliedert. Dabei orientiert sich die Ausrichtung des Bandes an den vor- und zurückspringenden Gebäuden. Auch der Russelplatz wird als Strassenraum gesehen, so daß der Kirchplatz eine eindeutige und klare Abgrenzung erhält.
Realisierungswettbewerb, 2008,
1. Preis
Standort: Gelsenkirchen
+ wbp lanschaftsarchitekten Ingenieure